#38 Stelle die richtigen Fragen, damit du nicht stehen bleibst

Die richtigen Fragen stellen
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Du denkst viel nach, drehst dich im Kreis, führst immer wieder ähnliche Gespräche – mit dir selbst oder mit anderen – und trotzdem verändert sich nichts wirklich.

Das liegt oft gar nicht daran, dass Lösungen oder Ideen fehlen, sondern daran, welche Fragen du dir stellst.

Denn sich die „richtigen“ Fragen zu stellen, ist eine der kraftvollsten Fähigkeiten in der Kommunikation. Das Wort „richtig“ setze ich hier bewusst in Anführungszeichen, denn ja… Was ist schon richtig oder falsch?
Die Bewertung möchte ich hier bewusst rausnehmen.

Warum es so entscheidend ist, überhaupt Fragen zu stellen, und wie sie deine Wahrnehmung verändern können, erfährst du in diesem Blogbeitrag,

Durch bewusstes Fragen kommst du wieder in Bewegung und kannst auch andere Menschen und Gespräche in Bewegung setzen.

 

Warum wir so oft stehenbleiben – obwohl wir uns Veränderung wünschen

 

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Menschen sich zwar Veränderung herbeisehnen, aber gleichzeitig innerlich blockiert sind, wenn es darum geht, etwas wirklich umzusetzen.
Nicht, weil sie „nicht wollen“, sondern weil sie sich immer wieder dieselben Fragen stellen:

Warum passiert mir das immer?
Warum versteht mich niemand?
Warum bin ich schon wieder in dieser Situation?

Diese Fragen wirken auf den ersten Blick nachvollziehbar, doch sie haben eine Gemeinsamkeit:
Sie führen selten zu einer Lösung und zu einer befriedigenden Antwort, sondern oft zu Frust, Selbstzweifeln oder innerem Rückzug.

Es ist wichtig, dass wir uns im Klaren sind, wie Fragen wirken und wie sie unsere Aufmerksamkeit lenken.
Lenken sie in die Vergangenheit oder in die Zukunft?
Genau deshalb entscheiden sie darüber, ob du dich kraftvoll oder ohnmächtig fühlst.
Oder ob dein Gegenüber mit der gestellten Frage etwas anfangen kann, oder sie eher zu einer innerlichen Blockade führt.

 

Die Macht der Fragen und wie sie unser Denken steuern

 

Fragen sind innere Wegweiser.
Sie bestimmen, wohin unser Blick geht.

Wenn du dich fragst „Was läuft hier schief?“, wird dein Fokus automatisch auf Probleme gelenkt werden.

Wenn du dich stattdessen fragst „Was brauche ich gerade, um gut weiterzugehen?“, öffnet sich ein ganz anderer innerer Raum.

Die richtigen Fragen helfen dir dabei,

  • Verantwortung zu übernehmen, ohne dich zu verurteilen
  • Klarheit zu gewinnen, ohne Druck aufzubauen
  • Lösungen zu sehen, die vorher unsichtbar waren

 

Sie bringen dich quasi raus aus der Gedankenschleife und rein in die Bewegung.

 

Warum uns das „Warum?“ blockieren kann

 

Das Wort Warum ist in der Kommunikation sehr verbreitet – und gleichzeitig tückisch.

„Warum hast du das gemacht?“
„Warum reagierst du denn immer so?“
„Warum bin ich nicht anders?“
„Warum habe ich es nicht gesehen?“
„Warum ist mir das passiert?“

Solche Fragen wirken schnell wie ein inneres oder äußeres Verhör.
Sie erzeugen Rechtfertigung, Verteidigung oder Rückzug – bei dir selbst und bei anderen.

Gerade in Konflikten oder emotionalen Situationen führt das Warum oft nicht zu guten Erkenntnissen.

Das bedeutet nicht, dass du nie nach Ursachen suchen solltest.
Ich finde es prinzipiell gut, wenn wir erfragen, warum etwas passiert ist, und auch bei uns selbst nachforschen, warum etwas nicht so geklappt hat, wie wir uns das gewünscht haben.
Aber für eine echte Veränderung sind meist andere Fragen hilfreicher.

 

Die kraftvolle Alternative: Was- und Wie-Fragen

 

Wenn du beginnen möchtest, dich weiterzuentwickeln, dann lade ich dich ein, deine Fragen bewusst umzubauen.

Statt: „Warum ist das immer so anstrengend?“, frage dich: „Was genau macht es für mich anstrengend?“

Statt: „Warum bekomme ich das nicht hin?“, frage dich: „Was würde mir helfen, einen ersten kleinen Schritt zu gehen?“

Was- und Wie-Fragen sind lösungsorientiert.

Sie bringen dich in Kontakt mit deinen Bedürfnissen, Möglichkeiten und Ressourcen.

Und sie sind ein Schlüssel für wertschätzende Kommunikation – mit dir selbst und mit anderen.
Das heißt, achte darauf, wann du dir „Warum-Fragen“ stellst und wann du andere Fragen stellen solltest, die dich wirklich weiterbringen.

 

Die „richtigen“ Fragen in der Partnerschaft

 

In Partnerschaften zeigt sich besonders deutlich, was es für einen Unterschied machen kann, je nachdem, welche Fragen wir stellen.

Ein Beispiel:

„Warum verstehst er mich nie?“ -> Diese Frage führt selten zu Nähe.

Eine alternative Frage könnte sein:

„Was brauche ich gerade, um mich verstanden zu fühlen – und wie kann ich das klar ausdrücken?“

Oder:

„Warum hört mir hier eigentlich keiner wirklich zu?“ -> Die Antwort auf diese Frage, wird dich wahrscheinlich nicht weiterbringen.

Eine lösungsorientierte Frage könnte sein:

„Was kann ich gerade tun, damit mir jemand zuhört und das, was mir wichtig ist, zur Kenntnis nimmt?“

Solche Fragen verändern die Dynamik.
Sie laden zum Nachdenken ein.
Sie öffnen einen Raum, anstatt ihn zu schließen.

 

Mögliche Fragen im Familienalltag

 

Gerade im Alltag mit Kindern, vielen Aufgaben und wenig Pausen rutschen wir schnell in automatische Denk- und Kommunikationsmuster.

Oft fragen wir „Warum ist denn hier immer Chaos?“ und die Antwort gibt uns wahrscheinlich wertvolle Anhaltspunkte.

Im Anschluss solltest du dir allerdings die Frage stellen:

„Was würde jetzt konkret dazu beitragen, dass das Chaos beseitigt wird?“
Oder auch:
„Was ist gerade wirklich wichtig und was kann evtl. warten?“

Diese Fragen helfen dir, wieder handlungsfähig zu werden und mögliche Lösungswege zu sehen und zu finden.

 

Fragestellungen im beruflichen Miteinander

 

Auch im beruflichen Kontext sind Fragen ein Schlüssel für Entwicklung.

Wenn du dir als erste Frage stellst „Warum läuft das Projekt nicht?“, wäre es wichtig, dir relativ schnell danach die Frage zu stellen „Was fehlt gerade, damit es vorangehen kann?“.

Auch die Frage „Warum klappt die Zusammenarbeit nicht?“ braucht im Anschluss z.B. die Frage „Wie können wir unsere Kommunikation klarer gestalten?“.

Diese Haltung fördert Kooperation, Eigenverantwortung und Klarheit – und verhindert Schuldzuweisungen.

Fragen, die offen und lösungsorientiert sind und ohne Beschuldigungen und Vorwürfe auskommen, haben für mich einen wertschätzenden und respektvollen Charakter.

 

Selbstreflexion: Die wichtigste Kommunikation beginnt in dir

 

Bevor wir mit anderen anders sprechen, dürfen wir lernen, mit uns selbst anders zu sprechen.

Vielleicht bist du auch oft sehr streng mit dir und sagst zu dir:

„Das hätte ich besser machen müssen.“
„Ich darf mich nicht so anstellen.“
„Andere schaffen das ja auch!“
„Immer passiert mir so etwas!“

Das sind innere Dialoge, die dich blockieren und komplett ausbremsen können.

Eine gute, innere Kommunikation beginnt auch hier mit den „richtigen“ Fragen:

  • Was brauche ich gerade und was darf ich loslassen?
  • Gibt es etwas, das mir jetzt gerade guttut?
  • Wer oder was blockiert mich?
  • Was kann ich aus dieser Situation lernen, ohne mich kleinzumachen?
  • Welchen kleinen, machbaren, nächsten Schritt kann ich gehen?
  • Was liegt in meiner Verantwortung und in meinem Handlungsbereich und was nicht?

 

Diese Fragen fördern Selbstmitgefühl, Klarheit und innere Stabilität.
Und das ist das, was wir in Situationen, in denen es uns nicht so gut geht, brauchen.

 

Wenn du beginnst, andere Fragen zu stellen, verändert sich nicht nur dein Denken, sondern auch deine Ausstrahlung und dein Verhalten.

Du wirst klarer in deiner Sprache, ruhiger in Konflikten und authentischer in Beziehungen.

 

Fazit: Die „richtigen“ Fragen sind der Beginn von Veränderung

 

Du musst nicht sofort alle Antworten haben.
Aber du darfst lernen, dir andere Fragen zu stellen.

Fragen, die dich stärken, anstatt zu schwächen.
Fragen, die Verbindung fördern.
Fragen, die dich in Bewegung bringen – und zwar Schritt für Schritt.

Ich liebe die Magie der Fragen, denn ich weiß aus meiner eigenen Erfahrung, dass „richtige“ Fragen so viel bewirken können.

Du wirst sehen:

Wenn du beginnst, bewusster zu fragen, veränderst du nicht nur Gespräche, sondern auch deine Beziehung zu dir selbst und deinen Mitmenschen.

Und genau dort beginnt echte Entwicklung.

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