#36 Respektvolle Kommunikation in der Partnerschaft – Tu es für deinen Energiehaushalt

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Warum Kommunikation so viel mehr ist als „nur“ zu reden

In einer Partnerschaft zu leben, ist in der Regel etwas sehr Wertvolles und kann ein Ort von Nähe, Geborgenheit und emotionaler Sicherheit sein.
Ich sage bewusst „in der Regel“, denn natürlich gibt es auch Partnerschaften, die ungesund oder toxisch sind.
Sie kann leider auch ein Ort sein, an dem du dich müde, leer und innerlich angespannt fühlst – obwohl du sie dir vielleicht so sehr gewünscht hast und gerne Harmonie haben möchtest.

Oft liegt der Unterschied nicht an fehlender Liebe, Zeit oder Zuneigung, sondern schlichtweg an der Kommunikation in der Partnerschaft.

Denn die Art, wie wir miteinander sprechen, uns gegenseitig zuhören (oder uns aus Gesprächen zurückziehen) entscheidet maßgeblich darüber, wie viel Energie eine Beziehung uns schenkt oder raubt.

Vielleicht kennst du das auch:

Ihr redet zwar miteinander, aber du hast das Gefühl, ihr erreicht euch nicht mehr wirklich?
Es gibt im Alltag immer wieder ein ganz deutliches Sender-Empfänger-Problem?
Oder ihr sprecht kaum noch miteinander, weil jedes Gespräch anstrengend geworden ist?

Genau hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.


Die Kommunikation ist ein Spiegel eurer Beziehung

 

Wenn Kommunikation in einer Partnerschaft aus dem Gleichgewicht gerät, dann kommt so einiges ins Wanken.
Es zeigt, wie viel Raum es für Gefühle, Bedürfnisse und gegenseitigen Respekt es in eurer Beziehung gibt und wie die Verbindung gerade zwischen euch ist.

Das Problem ist folgendes:

Eine gestörte Kommunikation in der Partnerschaft entwickelt sich meist schleichend.
Und zwar so, dass man es (leider) erst ziemlich spät mitbekommt.

Gespräche werden oberflächlicher, drehen sich nur noch um Alltag und Organisation oder enden schnell in Missverständnissen.
Oftmals steht Kritik im Vordergrund, während Wertschätzung immer leiser wird.
Dann wird die Schuld für etwas dem anderen in die Schuhe geschoben, wenn es darum geht, wer die Verantwortung übernimmt.

Vielleicht geht es um einen verpassten Termin, ein vergessenes Geschenk oder um ein bestimmtes Verhalten.

Manchmal entsteht daraus eine Phase, in der kaum noch gesprochen wird.
Das wirkt nach außen hin ruhig, doch innerlich ist die Partnerschaft oft voller Spannungen.

-> Ungesagte Gedanken verschwinden nicht – sie setzen sich fest und kosten enorm viel Energie.

 

Gründe für eine schwierige oder fehlende Kommunikation

Die Ursachen dafür sind vielfältig.
Unterschiedliche Kommunikationsstile, Stress, emotionale Überforderung oder alte Verletzungen spielen häufig eine Rolle.
Viele Menschen haben nie gelernt, über Gefühle und Bedürfnisse klar zu sprechen – besonders dann nicht, wenn es ihnen nicht gut geht oder sie unzufrieden sind.

Hinzu kommt:
Wer sich nicht gehört fühlt, zieht sich zurück oder wird lauter.
Beides verschärft das Problem.
So entstehen Muster, die sich immer wiederholen und die Verbindung schwächen.

 

Fehlende Kommunikation ist ein Energieräuber

Wenn Kommunikation dauerhaft schwierig oder kaum vorhanden ist, reagiert nicht nur die Beziehung, sondern auch dein Körper.
Innere Unruhe, emotionale Erschöpfung oder das Gefühl, allein zu sein, obwohl man nicht allein ist, sind typische Folgen.

Dein Nervensystem spürt sehr genau, ob du dich in deiner Partnerschaft sicher fühlst.
Fehlt dir diese Sicherheit, kostet dich das Kraft – jeden Tag ein kleines bisschen mehr.

 

Wertschätzende Kommunikation in der Partnerschaft

Wertschätzende Kommunikation bedeutet nicht, dass ihr immer einer Meinung sein müsst oder dass Konflikte keinen Platz haben dürfen.
Im Gegenteil: Sie ist dann besonders wichtig, wenn es schwierig wird.

Wertschätzung heißt, den anderen nicht kleinzumachen, nur weil man selbst gerade verletzt, enttäuscht oder überfordert ist.
Sie bedeutet, respektvoll zu bleiben – auch dann, wenn Emotionen hochkochen und unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen.

Eigentlich ist es selten entscheidend, was gesagt wird, sondern wie.

Ein genervter Tonfall, ein abwertender Blick oder das bewusste Wegdrehen können mehr Distanz schaffen als Worte, die wir nicht erwartet haben.
Genauso können kleine, achtsame Gesten die Verbindung stärken – selbst mitten im Konflikt.

Wertschätzung zeigt sich auch darin, wie du zuhörst:
Ob du wirklich versuchst zu verstehen oder nur darauf wartest, selbst wieder zu sprechen.
Sie zeigt sich darin, wie du reagierst:
Ob du die Gefühle deines Partners ernst nimmst oder sie relativierst, abwertest oder übergehst.

Und sie zeigt sich im Alltag – oft ganz leise.
Ein ehrliches Nachfragen, ein aufmerksames Zuhören, ein anerkennendes Wort.
Nicht die großen Liebesbekundungen machen den Unterschied, sondern die kleinen Momente von echter Präsenz.

Kostet es Zeit, wertschätzend zu kommunizieren?

Nein – zumindest nicht im klassischen Sinne.
Ein „Wie geht es dir heute wirklich?“, ein Lächeln, eine Umarmung, ein kurzes Innehalten im Gespräch, sind keine zeitintensiven Handlungen.
Aber sie brauchen etwas anderes: Bewusstsein und innere Bereitschaft.

 

 

Kommunikation auf Augenhöhe – die Basis für mehr Verbindung

 

Kommunikation auf Augenhöhe entsteht dort, wo sich beide Partner als gleichwertig erleben.
Wo niemand das Gefühl hat, sich ständig erklären, rechtfertigen oder beweisen zu müssen.
Und wo niemand dauerhaft mehr Raum einnimmt als der andere.

Augenhöhe bedeutet, dass es kein „Gewinnen oder Verlieren“ gibt.
Kein Überzeugen-Müssen. Kein Recht-haben-wollen um jeden Preis.

Stattdessen entsteht ein Raum, in dem beide Bedürfnisse zählen.
Deine Bedürfnisse sind wichtig. Und die deines Partners auch.
Nicht entweder – oder, sondern sowohl – als auch.

Ich sage zu meinen Klient:innen immer:
Achte auf mehr UND statt ODER.
Manchmal ist mehr möglich, als wir uns vorstellen können.

Das ist nicht immer leicht, ich weiß.
Vor allem dann nicht, wenn alte Muster, Verletzungen oder Machtkämpfe im Hintergrund wirken.
Doch genau hier liegt eine große Chance:
Und zwar, wenn beide in der Partnerschaft sich gegenseitig wieder als Team erleben – nicht als Gegner.

 

Gewaltfreie und offene Kommunikation als Wegweiser

 

Die gewaltfreie Kommunikation (auch GFK genannt) kann ein wertvolles Tool sein, um festgefahrene Kommunikationsmuster zu lösen und die eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren.

Sie lädt dazu ein, weniger zu bewerten und mehr zu benennen:
Was fühle ich?
Was brauche ich?
Was wünsche ich mir konkret?

Anstatt Vorwürfe zu machen oder den anderen zu analysieren, geht es darum, bei sich selbst zu bleiben.
Das schafft Klarheit – und nimmt dem Gespräch oft die Schärfe und auch den Angriff.

Gleichzeitig braucht offene Kommunikation in der Partnerschaft Mut.

Mut, sich zu zeigen, auch mit Unsicherheiten.
Mut, ehrlich zu sein, ohne zu verletzen.
Und Mut, schwierige Themen anzusprechen, ohne anzugreifen oder sich zurückzuziehen.

Doch genau dort entsteht echte Nähe.
Nicht in geplanten und wohlüberlegten Gesprächen, sondern in ehrlichen Momenten.
Wenn ihr euch traut, euch zu zeigen – und einander wirklich zuzuhören.

Hier kannst du dir eine Podcastfolge bei „Kommunikation leben“ anhören, wenn du mehr über die „Gewaltfreie Kommunikation“ erfahren möchtest.

Du findest den Podcast auch bei spotify oder Apple Podcast.

https://coaching-ludwig.com/podcast-kommunikation-leben/

 

 

Kommunikation leben
Podcast „Kommunikation leben“

 

Kommunikation in der Partnerschaft verbessern – Meine Impulse

 

Warte nicht darauf, dass der andere beginnt oder alles „richtig“ macht.
Es wird dir niemand den roten Teppich ausrollen –
aber du kannst immer wieder selbst entscheiden, welchen Weg du gehen möchtest.

Selbstverantwortung heißt in diesem Zusammenhang nicht, alles allein zu tragen oder dich zu verbiegen.
Sie bedeutet, immer wieder bewusst hinzuschauen:

Was läuft zwischen uns richtig gut?
Worauf können wir aufbauen?
Was verbindet uns noch – trotz aller Herausforderungen?
Was gefällt mir nicht und was möchte ich verändern?

Wenn du die Kommunikation in der Partnerschaft verbessern möchtest, braucht es keine radikalen Veränderungen.
Oft sind es die kleinen, bewussten Schritte, die eine große Wirkung entfalten.

Schaffe dir und euch Räume für echte Gespräche –
jenseits von To-do-Listen, Organisation und Alltagsabsprachen.
Momente, in denen es nicht ums Funktionieren geht, sondern ums Fühlen.

Sprich ruhig mehr über dich als über den anderen.
Über das, was in dir vorgeht, was du brauchst, was dich bewegt.
Und übernimm Verantwortung für deine Gefühle – ohne Schuldzuweisungen, ohne Vorwürfe.

Und höre zu, um wirklich zu verstehen.
Nicht, um sofort zu reagieren.
Nicht, um dich zu verteidigen.
Sondern um in Verbindung zu bleiben – auch dann, wenn es unbequem wird.

Kommunikation lässt sich lernen.
Und sie beginnt immer bei dir.

Nicht perfekt.
Nicht fehlerfrei.
Aber ehrlich, bewusst und mit dem Wunsch nach Nähe.

 

Tu es für dich – und für eure Beziehung

 

Eine respektvolle Kommunikation in der Partnerschaft ist die Grundlage für emotionale Sicherheit, innere Ruhe und einen stabilen Energiehaushalt.

Wenn du beginnst, bewusster zu sprechen, achtsamer zuzuhören und deine Bedürfnisse klarer zu benennen, verändert sich nicht nur eure Beziehung – sondern auch dein inneres Erleben und deine innere Stabilität.

Und genau deshalb lohnt es sich, Kommunikation nicht dem Zufall zu überlassen, sondern sie bewusst zu gestalten.

Wenn du dabei Unterstützung möchtest, dann möchte ich dich einladen, dich über mein 1:1 Coaching zum Thema Beziehung & Partnerschaft zu informieren und dir einen kostenfreien Kennenlern-Call zu buchen.

Ich freue mich auf dich!

https://coaching-ludwig.com/kennenlerngespraech/

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