#19 Konflikte lösen im Alltag – So kannst du sie clever und souverän meistern

Konflikte im Alltag lösen
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Konflikte im Alltag tauchen immer mal wieder auf und sollten gelöst werden.

Ob wir wollen oder nicht.
Ob wir gerade Zeit dafür haben oder nicht und
ob es uns gerade passt oder nicht.

Passen uns Konflikte überhaupt irgendwann „in den Kram“?

Wenn wir ehrlich sind, dann ist dies oft nicht der Fall. Sie wirken oft anstrengend und unberechenbar auf uns und sie melden sich meistens, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können.
Aus diesen Gründen scheuen viele Menschen Konflikt und verdrängen diese erfolgreich.

Allerdings können Konflikte im Job, in der Beziehung, innerhalb der Familie oder mit uns selbst eine ziemliche Kraft entfalten (in diesem Fall eine negative), wenn wir uns nicht mit ihnen beschäftigen.

Daher sollten wir versuchen, sie möglichst clever und souverän zu lösen – in erster Linie uns zu liebe, und nicht den anderen zuliebe.

Um dich zu unterstützen, habe ich einige Hintergrundinformationen zusammengetragen und zusammengefasst, denn:

Konflikte sind zwar nicht immer willkommen, aber haben doch ihre eigene, ganz besondere Magie, wenn wir den Schrecken vor ihnen verlieren.

 

 

Konflikte im Alltag lösen: Eine Herausforderung für alle Beteiligten

 

Konflikte entstehen dann, wenn mindestens zwei verschiedene Ziele, Erwartungen oder Wertvorstellungen aufeinandertreffen.
Das Wort „Konflikt“ ist von dem lateinischen Verb „confligere“ abgeleitet und das bedeutet „zusammentreffen, kämpfen“.

Konflikte sind ein fester Bestandteil unseres Alltags und können in verschiedenen Lebensbereichen auftreten:


Familiäre Konflikte:

Hier können z.B. Diskussionen über Haushaltsaufgaben, Erziehungsmethoden oder finanzielle Entscheidungen zu Konflikten führen.

Auch Wertekonflikte sind hier häufig: Wenn in der Partnerschaft einen großen Wert auf Unabhängigkeit legt, der andere sich aber viel Nähe wünscht, dann ist ein Konflikt vorprogrammiert.

 

Konflikte am Arbeitsplatz:

Unterschiedliche Arbeitsstile, Kommunikationsprobleme oder Meinungsverschiedenheiten über Projektstrategien können zu Konflikten zwischen Kollegen oder Vorgesetzten führen.
Eine Mitarbeiterin wünscht sich von Ihrer Kollegin Unterstützung, diese hat aber ganz viele andere Inhalte priorisiert, dann kann dies ebenfalls auf einen Konflikt zusteuern.

 

Soziale Konflikte:

Uneinigkeit über Freizeitaktivitäten, politische Ansichten oder das Wahren persönlicher Grenzen können zu Konflikten in sozialen Netzwerken führen.

Solltest du ein Wochenende für dich alleine brauchen, möchtest aber mit deinem Wunsch niemanden enttäuschen, führt dies unbewusst auch zu Konflikten, wenn dies nicht offen kommuniziert wird.

 

Es ist wichtig zu verstehen, dass Konflikte nicht zwangsläufig negativ sind.
Sie bieten auf jeden Fall die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung und zum Aufbau stärkerer Beziehungen, wenn sie konstruktiv gelöst werden.

In meinen Blogartikel „Sind Konflikte im Urlaub normal?“ habe ich die Gründe von Konflikten im Urlaub gesammelt und einige Anregungen aufgelistet, um besser mit ihnen umgehen zu können. Wenn du magst, dann lies ihn im Anschluss gerne.(-:

 

Die Bedeutung von Kommunikation für den Umgang mit Konflikten im Alltag

 

Kommunikation ist ganz grundsätzlich der Schlüssel, wenn wir Konflikte clever und souverän lösen wollen.

Ohne Kommunikation, kein Austausch.
Ohne Austausch, kein gegenseitiges Verständnis und keine Lösung.

 

Doch bevor wir das Gespräch suchen, sollten wir zumindest selbst einige Gesprächsregeln im Blick behalten.

 

Dazu zählen

  • die Vermeidung von Beleidigungen und Beschuldigungen
  • der Vorsatz, den anderen ausreden zu lassen
  • der Verzicht auf ungebetene Ratschläge
  • Rücksicht auf die Gefühle des Gegenübers zu nehmen
  • Die Akzeptanz einer anderen Meinung

 

Durch konstruktive Gespräche können wir Kompromisse finden, alternative Lösungen in Betracht ziehen und gemeinsam Vereinbarungen treffen, die für alle Beteiligten akzeptabel sind.

Eine offene und respektvolle Kommunikation trägt hierbei zur Stärkung der Beziehungen bei.
Indem wir unsere Gedanken und Gefühle ehrlich und authentisch ausdrücken, können wir das Vertrauen und die Verbundenheit zwischen den Beteiligten fördern.

Insgesamt spielt Kommunikation eine entscheidende Rolle dabei, Konflikte zu erkennen, anzusprechen, zu verstehen und zu lösen.
Indem wir unsere Kommunikationsfähigkeiten verbessern und aktiv an einer konstruktiven Kommunikation arbeiten, können wir dazu beitragen, ein harmonisches und respektvolles Miteinander zu fördern.

 

Warum es wichtig ist, Konflikte im Alltag möglichst schnell zu erkennen und zu beachten

 

Konflikte haben unterschiedliche Ursachen und mögliche Folgen sind Missverständnisse, Fehlverhalten, Enttäuschungen, oder psychische Verletzungen.

Andauernde oder sehr starke Konflikte können jahrelange Freundschaften, Bekanntschaften und Liebesbeziehungen zerstören, weshalb es umso wichtiger ist, ernsthafte Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Nur dann ist eine harmonische, zwischenmenschliche Beziehung möglich.

Konfliktsituationen entstehen nicht immer auf der bewussten Ebene und werden oft nicht gezielt angesprochen.
Sie beginnen in vielen Fällen mit einem Gefühl, dass etwas nicht stimmt – also mit einer unterschwelligen Spannung, die zwar zu spüren ist, aber nicht ausgesprochen wird.

 

Allerdings gibt es auch gewisse Merkmale, an denen du einen Konflikt im Alltag ziemlich gut und schnell erkennen kannst:

 

  • Manche Menschen versuchen bei Konfliktanbahnung bestimmten Personen aus dem Weg zu gehen. Wenn du bemerkst, dass sich jemand bewusst zurückzieht, dann kann dies ein Indiz für einen Konflikt sein.

 

  • Starke emotionale Reaktionen können ebenfalls auf einen Konflikt hinweisen.
    Dies ist häufig bei Meinungsverschiedenheiten oder wenn Bedürfnisse nicht erfüllt wurden, der Fall.

 

  • Häufige Missverständnisse oder ein Mangel an Informationen, die evtl. bewusst nicht weitergereicht wurden, sind ebenfalls Zeichen für Unstimmigkeiten oder ein Zeichen für die Anbahnung eines Konflikts.

 

  • Wenn du eine deutliche oder plötzliche Veränderung eines Verhaltens spürst, wie z.B. Rückzug, Passivität, Aggressivität, Unfreundlichkeit, dann ist es möglich, dass entweder ein Wertekonflikt, ein Beziehungskonflikt, ein Zielkonflikt oder ein Verteilungskonflikt dahinter steckt.

 

Konflikte clever lösen im Alltag: Tipps zur Konfliktbewältigung

 

  • Die Rolle der Empathie

 

Wenn du dich empathisch verhältst, dann kannst du in diesem Moment die Gedanken, Gefühle und Perspektiven anderer Menschen verstehen und sich einfühlsam in ihre Situation hineinversetzen.
Es geht darum, die Welt aus der Perspektive einer anderen Person zu betrachten und deren Emotionen nachzuempfinden, ohne sie selbst zu übernehmen.

 Empathie bedeutet nicht „nur“ zuhören, sondern auch einfühlsam zu reagieren.

Empathie kannst du allerdings durch aktives Zuhören entwickeln:
Wenn du dich in einem Konfliktgespräch befindest, dann sei präsent und höre aktiv zu, was die andere Person sagt.
Versuche, ihre Perspektive zu verstehen, bevor du deine eigenen Gedanken äußerst, dann schaffst du eine vertrauensvolle Atmosphäre und förderst eine konstruktive Konfliktlösung.

Mit Empathie als Werkzeug wirst du in der Lage sein, Konflikte im Alltag leichter zu bewältigen.

 

  • Selbstreflexion und Selbstkontrolle als Schlüssel zum erfolgreichen Konfliktmanagement

 

Bevor es zu einer Konfliktlösung kommen kann, sollten im Idealfall erst einmal die Ursachen des Konflikts ausfindig gemacht werden.

Frage dich, warum dieser Konflikt wirklich entstanden ist und welche Rolle du dabei gespielt hast.
Was macht der Konflikt mit dir und stehst wie du dazu?
Wo liegen die Unterschiede der verschiedenen Positionen?

 

Indem du deine eigenen Reaktionen verstehst (und im besten Fall die, deines Gegenübers), kannst du besser auf Konflikte reagieren und sie im Anschluss lösen.
Sei ehrlich zu dir selbst und erkenne deine Stärken, sowie Schwächen.

Wenn du die Bereitschaft hast, an dir zu arbeiten und dich selbst besser kennenzulernen, kannst du wichtige Fähigkeiten für ein gelungenes Konfliktmanagement entwickeln.

 

  • Konflikte lösen durch Kompromissbereitschaft und Verständnis

 

Vermeide es, in einem Konfliktgespräch die Oberhand gewinnen zu wollen.

Konzentriere dich stattdessen darauf, gemeinsame Lösungen zu finden, anstatt Schuldzuweisungen zu machen oder in alten Streitigkeiten festzuhängen.

Vielleicht kannst du vorschlagen, verschiedene Lösungsansätze miteinander zu verbinden und nach Kompromissen zu suchen, die für beide Seiten akzeptabel sind.

Behandle die andere Person respektvoll und habe den Fokus auf gemeinsame Lösungen, anstatt auf deinem Standpunkt zu beharren.

In manchen Fällen kann es schwerfallen, von der eigenen Position abzurücken. Gerade, wenn du einer Sache von Anfang an skeptisch gegenübergestanden bist. Trotzdem ist es immer möglich, auch in kleinen Schritten, den Raum für Neues und für andere Perspektiven zu öffnen, um im nächsten Step zu überlegen, welche anderen Möglichkeiten es eventuell gibt.

 

  •  Bedeutung von Respekt und Wertschätzung

 

Respekt und Wertschätzung spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Konflikte im Alltag zu lösen. Indem wir unseren Mitmenschen mit Respekt begegnen und ihre Meinungen wertschätzen, schaffen wir eine Atmosphäre des Verständnisses und der Akzeptanz.

Behandle daher dein Gegenüber so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

Mit diesem Satz im Hinterkopf kannst du den Grundstein für eine friedliche Konfliktlösung im Alltag legen und leichter eine Win-Win-Lösung erreichen.

Auch ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass bei Konflikten keine richtigen oder falsche Positionen gibt.

Jeder hat aus seiner Sicht ihre Berechtigung und ihren Hintergrund, was dazu führt, dass man die jeweils andere Position als „falsch“ betrachtet.

 

Konfliktsituationen: Beispiele aus dem Alltag

 

Familiäre Konflikte lösen:

Stellen wir uns vor, du bist unzufrieden damit, wie die Haushaltsaufgaben verteilt werden, und fühlst dich überlastet.
Anstatt deine Frustration zu unterdrücken, sprich das Thema offen mit deiner Familie an und schlage eine faire Aufgabenverteilung vor.
Kinder können auch mitentscheiden, welche Aufgaben sie (je nach Alter) erledigen möchten.
Dies kann entweder täglich oder auch wöchentlich passieren, aber grundsätzlich sollten diese Vereinbarungen aufgeschrieben und bestenfalls von allen unterschrieben werden.

 

Konflikte am Arbeitsplatz lösen:

Wenn du mit einem Kollegen über unterschiedliche Arbeitsstile oder Projektansätze uneinig bist, lade ihn zu einem konstruktiven Gespräch ein.
Teile deine Perspektive mit Respekt und Offenheit, erkläre ihm, warum du mit der aktuellen Situation unzufrieden bist und suche mit ihm gemeinsam nach Lösungen.

Dies wird in Folge die Arbeitsbeziehung verbessern und eine entspanntere Arbeitsatmosphäre nach sich ziehen.

 

Soziale Konflikte lösen:

Vielleicht hast du jemanden in deinem Bekanntenkreis, mit dem du uneinig über politische Ansichten bist.
Statt den Konflikt zu meiden, sprich das Thema behutsam an und betone die Bedeutung von Respekt und Toleranz für unterschiedliche Meinungen in eurer Freundschaft.
So machst du den Raum auf für Interesse, andere Perspektiven und gemeinsamen Austausch.

 

Meine Gedanken zum Schluss, wenn es um das Thema „Konflikte lösen“ geht:

 

Konflikte gehören zum Leben dazu UND sie müssen nicht unbedingt zu anhaltenden Spannungen führen.
Indem wir lernen, Konflikte clever und souverän zu meistern, können wir unsere zwischenmenschlichen Beziehungen stärken und eine harmonische Atmosphäre im Alltag schaffen.

Die Eskalation eines Konflikts hin zu einem Streit werden wir leider nicht immer vermeiden können und gerade Machtkonflikte sind oft schwer aus der Welt zu schaffen.

Doch wenn wir bereit sind, kreativ nach Kompromissen zu suchen und offen zu kommunizieren, gehen wir zumindest schon einmal ein paar Schritte in die richtige Richtung.

Ich hoffe, dieser ausführliche Artikel hat dir geholfen, einen besseren Umgang mit Konflikten im Alltag zu entwickeln.

 

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Bis zum nächsten Mal!

Herzliche Grüße

 

 

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