#06 Lass Dich von Kritik nicht verunsichern und ordne sie richtig ein

Lass dich von Kritik nicht verunsichern
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In diesem Fall stimmt es leider: „Übung macht den Meister“ (oder die Meisterin natürlich)

Die Aussage „Nimm es nicht persönlich“, die du bestimmt auch schon häufiger gehört hast, hilft uns aber in den seltensten Fällen weiter.
Kritik lässt uns schnell ohnmächtig oder traurig fühlen, wütend werden und sofort kommt der Gedanke „Bin ich gut genug?“ um die Ecke.

Kritik greift unser Selbstwertgefühl an und natürlich ist sie „persönlich“.

Da kann das Feedback noch so elegant formuliert werden:
Wer kritisiert wird, fühlt sich danach selten gut.

Kritik ist ein fester Bestandteil des Lebens und Feedback aller Art gehört zum Leben dazu – auch wenn uns das manchmal nicht gefällt.

Ob im beruflichen Umfeld, in persönlichen Beziehungen oder in kreativen Projekten – wir werden früher oder später mit Kritik konfrontiert.
Doch wie können wir lernen, Kritik nicht als Bedrohung zu empfinden, sondern sie richtig einzuordnen und daraus zu lernen?

In diesem Artikel werde ich dir verschiedene Strategien und Techniken vorstellen, die dir helfen können, besser mit Kritik umzugehen und dich nicht von ihr verunsichern zu lassen.

 

Verstehe den Zweck der Kritik

Kritik kann das Ziel haben, uns auf unsere Fehler oder Schwächen hinzuweisen, um uns zu helfen oder uns zu verbessern.
Oft hat Kritik konstruktive Absichten, wird aber dennoch falsch „verpackt“.

Kritik achtsam zu äußern, ist auch nicht gerade einfach – aber mit etwas Übung geht es.

Wenn wir uns zusätzlich bewusst machen, dass Kritik ein Werkzeug zur persönlichen Weiterentwicklung sein kann, dann können wir sie anders wahrnehmen und besser damit umgehen.

Ohne jegliche Rückmeldung, hätten wir kaum Chancen aus unseren Fehlern zu lernen und zu wachsen.

 

Unterscheide zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik

Nicht jede Kritik ist gleich.
Daher ist es wichtig, zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik zu unterscheiden.

Konstruktive Kritik bietet konkrete Vorschläge zur Verbesserung und basiert auf objektiven Beobachtungen.
Sie ist im Kern respektvoll und förderlich, da sie Alternativen aufzeigt und sich bemüht wertschätzend Feedback zu geben.

Destruktive Kritik hingegen zielt darauf ab, zu demütigen oder zu verletzen, ohne einen wirklichen Nutzen zu haben. Noch dazu ist sie oft übertrieben, unbegründet und sehr allgemein gehalten.

Ein wichtiger Schritt sich nicht verunsichern zu lassen ist, diese Unterscheidung treffen zu können und sich dann auf die konstruktive Kritik zu konzentrieren und die destruktive Kritik beiseitezulegen.

 

Versuche offen und gelassen zu bleiben

Eine der wichtigsten Eigenschaften beim Umgang mit Kritik ist Offenheit.

Ziehe dich also nicht gleich in dein Schneckenhaus zurück und gehe auf Rückzug.

Deine Gefühle dürfen da sein und auch bleiben – nimm sie erst einmal wertfrei an und beobachte dich selbst.
Negative Gefühle können ein guter Wegweiser sein und sind auch dazu da, sich selbst besser kennenzulernen und einzuschätzen.

Nimm dir Zeit, um deine ersten emotionalen Reaktionen zu verarbeiten, bevor du antwortest und versuche ruhig und gelassen zu bleiben, auch wenn dir die Kritik unangenehm ist.
Das ermöglicht es dir, die Kritik sachlich und aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Erst dann sind wir in der Regel erst wirklich bereit, die Perspektive anderer anzunehmen und zuzuhören, was sie zu sagen haben.

 

Filtere das Wesentliche heraus

Manchmal kann Kritik überwältigend sein, insbesondere wenn sie in großer Menge oder in einem aggressiven Ton geäußert wird.
Um Klarheit zu gewinnen, versuche, das Wesentliche aus der Kritik herauszufiltern und ignoriere unnötige oder beleidigende Kommentare.
Indem du dich auf das Wesentliche konzentrierst, kannst du konstruktive Erkenntnisse gewinnen, ohne dich unnötig zu belasten.

Wenn du merkst, dass dich die Kritik emotional stark berührt, dann stelle dir auf jeden Fall die Frage:
Habe ich gerade mit der kritikgebenden Person ein Problem (z.B. eigene Eltern/ Partner, etc…) oder habe ich mit der Kritik als solche ein Problem, weil sie evtl. alte Verletzungen hervorholt?
Vielleicht ist es aber auch eine einmalige, aktuelle Trigger-Situation, weil ich mich selbst gerade nicht gut und sicher damit fühle?

Was ist es im Moment bei dir, was dich emotional mitnimmt?

 

Sehe Kritik als Chance zur Verbesserung

Wie oben erwähnt, kannst du Kritik auch als Chance betrachten, die persönliches Wachstum und Weiterentwicklung fördern kann.

Anstatt dich von Kritik entmutigen zu lassen, nimm sie als Gelegenheit, dich selbst zu reflektieren und zu verbessern.

  • Frage dich, ob es berechtigte Punkte gibt, die du anerkennen und angehen kannst.
  • Zerlege die Kritik in ihre Einzelteile und suche dir die heraus, woraus du etwas lernen kannst. Persönliche Beleidigungen dagegen ignorierst du bitte auch weiterhin und gehst auf unangemessene Kritik am besten gar nicht ein.
  • Konzentriere dich eher auf wertvolles und konstruktives Feedback, denn die Fähigkeit, Kritik als Sprungbrett für positive Veränderungen zu nutzen, kann dein Selbstvertrauen stärken und deine persönliche Entwicklung enorm vorantreiben.

Kritik ist nicht immer negativ zu bewerten – es macht wirklich Sinn, sich von diesem Gedanken zu lösen.

 

Suche nach verschiedenen Perspektiven

Kritik von einer einzigen Quelle kann manchmal zu einseitig sein.

Um ein vollständigeres Bild zu erhalten, ist es hilfreich, nach verschiedenen Perspektiven zu suchen.
Hole dir Feedback von unterschiedlichen Personen ein, die naturgemäß auch ganz unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen haben.
Dadurch kannst du mehrere Standpunkte kennenlernen und im Anschluss selbst entscheiden, wie du auf die Kritik reagieren und was du davon für dich „annehmen“ möchtest.

Kritik an unserem Verhalten verletzt oft unser Grundbedürfnis nach Anerkennung.
Der Grund ist: Wir schaffen es nicht, unser Verhalten von unserer Persönlichkeit getrennt zu betrachten. Gerade das ist aber so wichtig, da unser Verhalten von so vielen verschiedenen Faktoren abhängt und daher nicht unsere gesamte Persönlichkeit widerspiegelt.

Wenn wir lernen, genauer hinzuschauen und auch unterschiedliche Meinungen zu Wort kommen zu lassen, dann können wir souveräner mit Kritik umgehen.

 

Und hier noch ein kleiner Reminder zum Schluss:

Letztendlich entscheidet jeder selbst, wie er mit Kritik umgehen möchte.
Probiere oben genannte Strategien gerne einmal aus und du kannst Kritik als wertvolles Instrument verwenden, welches dich nicht sofort aus der Bahn wirft.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch:
Frage gerne nach, warum und was genau kritisiert wird.
Missverständnisse können so leichter aus der Welt geschafft werden, UND:

Wer nicht in der Lage ist, seine Kritik inhaltlich präzise zu begründen, sollte auch nicht für Verunsicherung sorgen!

 

Alles Liebe

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PS:
Als Kommunikationstrainerin und Life Coach ist es mir ein Anliegen, Missverständnisse in Beziehungen zu reduzieren und Konflikte mit uns selbst und anderen zu lösen.
Aus diesem Grund biete ich eine Kombination aus Training & Coaching an, um folgenden Fragestellungen auf den Grund zu gehen:

  • Wie möchtest du in Zukunft mit Kritik umgehen?
  • Wie kannst du die Selbstkontrolle in schwierigen Gesprächen behalten?
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