#02 Wie Du mit Deiner inneren kritischen Stimme zusammenarbeiten kannst

innere kritische Stimme
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Wie oft hörst du eine innere, eher kritische Stimme in dir?

Wenn wir ehrlich sind, fällt es uns nicht leicht, uns mit ihr auseinander zu setzen und manchmal möchten wir auch lieber zur Tagesordnung übergehen, als ihr Beachtung zu schenken.

Dennoch macht es Sinn, einmal kurz darüber nachzudenken, was uns diese kritische Stimme in uns sagen will und ob das, was sie uns sagen will, eine Daseinsberechtigung hat.

 

Nur wenn wir das tun, können wir bewusst entscheiden, was wir aus dieser Nachricht machen und wie wir mit ihr umgehen möchten.

Ich denke, bei jedem von uns meldet sich die innere, kritische Stimme immer mal wieder zu Wort. Bei manchen Menschen kommt dies jeden Tag vor, bei machen etwas seltener, aber dennoch in berechenbaren Abschnitten.

Sie kann in den unterschiedlichsten Situationen auftreten und in unterschiedlichster Intensität.

Manchmal laut… und manchmal auch ganz leise…

Manchmal fällt es uns auf und manchmal verschwindet die innere Stimme ziemlich schnell wieder, fast schon unbemerkt.

Oft zeigt sie uns viele Argumente auf, warum wir dies oder jenes falsch gemacht haben, nichts sagen oder machen dürfen oder durften, warum wir hier und dort anders hätten handeln sollen oder sollten.

Oder sie sagt „schaffst du das?“, „bist du wirklich gut genug dafür“?

So schnell können wir gar nicht „gucken“ und die ersten Selbstzweifel kommen herbeigeflogen und machen es sich bei uns richtig gemütlich.

 

Aber woher stammen diese Selbstzweifel?

Selbstzweifel sind oft in unserer Kindheit begründet und kommen zum Beispiel von hohen Erwartungen, häufiger Kritik, Leistungsdruck oder aber auch von einem einzigen Erlebnis, welches uns geprägt haben könnte.

Sie können sich in Glaubenssätzen äußern, wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Das kann ich nicht alleine machen“ oder „Dafür bin ich nicht schlau genug“.

Meistens haben wir Angst zu versagen, vor anderen schlecht dazustehen, abgelehnt zu werden oder ähnliches.

 

Unsere kritische Stimme kann sich aber auch aus folgendem Grund zu Wort melden:

Unser Gehirn liebt bestehende Strukturen und alles, was es kennt. 

Es mag gerne so denken, wie es schon immer gedacht hat.

Wenn wir hiervon abweichen, dann meldet sich erst einmal unsere kritische Stimme zu Wort. 

Eigentlich möchte sie uns „nur“ davor bewahren, Fehler zu machen und am liebsten hätte sie, dass alles so bleibt, wie es ist.

Leider führt das dazu, dass uns unser inneres Programm daran hindert, auch einmal anders zu denken, neue Wege einzuschlagen und Veränderungen zuzulassen. 

Das ist schade, da Veränderungen so viel Wertvolles und so viel Wachstum bereithalten können.

 

Was können wir tun?

Wir dürfen lernen, die Ursachen unserer Selbstzweifel zu erforschen und uns bewusst zu werden, wovor uns unsere kritische Stimme eventuell bewahren möchte.

Im Anschluss können wir dann mit ihr in einen inneren Dialog treten und selbst entscheiden, wie wir mit diesen Informationen umgehen möchten.

 

5 Schritte, damit du bewusste Entscheidungen treffen kannst, mit denen du dich später gut und selbstsicher fühlst.

Sehe es als kleine „challenge“ gegenüber deiner eigenen, kritischen Stimme und lerne immer mehr, sie zu hinterfragen.

Du wirst sehen, es lohnt sich!

 

  1. Wahrnehmung
  2. Sortierung
  3. Reflexion
  4. Selbstverantwortung
  5. Entscheidung

 

1. Wahrnehmung

Der erste Schritt klingt zwar eigentlich gar nicht so schwierig, aber ob du es glauben möchtest oder nicht: Viele Menschen hören die kritische Stimme in sich zwar und lassen sich von ihr beeinflussen, aber nehmen sie gar nicht bewusst wahr.

Wie ich das meine?

Es gibt hier diesen kleinen, aber feinen Unterschied, auf den ich kurz eingehen möchte: 

Wenn etwas wie automatisch in unser Unterbewusstsein „hineinrutscht“, dann mache ich mir keine großen Gedanken darüber und handle dementsprechend.

Wenn wir aber achtsam sind und einen Moment innehalten, haben wir die Chance, uns der Nachricht unserer kritischen Stimme bewusst zu werden, zu reflektieren und dann erst zu entscheiden, wie wir handeln möchten. Das macht einen großen Unterschied aus.

 

2. Sortierung

Bevor wir bewusste Entscheidungen treffen, sollten wir aber zunächst die empfangenen Informationen sortieren.

Gerade bei komplexeren Angelegenheiten ist es eine große Hilfe, alle Argumente (pro/contra) auch aufzuschreiben und sich diese visuell zu veranschaulichen.

Erst dann kann in unserem Kopf eine gewisse Klarheit entstehen, die wir brauchen, um weiterzukommen.

 

3. Reflexion

Wenn wir uns daran erinnern, was wir schon alles geschafft haben, dann ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Sich selbst aus der Vogelperspektive zu beobachten, macht total Sinn und hilft uns, zu überlegen, was gut gemeinte Kritik ist und wovor mich meine innere Stimme evtl. bewahren möchte.

Zur Ruhe zu kommen und die Gedanken kommen und gehen zu lassen, unterstützt den Prozess zusätzlich.

 

4. Selbstverantwortung

Wir dürfen uns immer wieder klarmachen: 

Was kann im schlimmsten Fall passieren? 

UND – welche guten Erfahrungen können wir machen, wenn wir versuchen, uns außerhalb unserer Komfortzone zu bewegen?

Hier ist die Abwägung eines „Best-Case“ und eines „Worst-Case“-Szenarios angebracht.

Was ist, wenn etwas nicht gut gelaufen ist?

Dann können wir eine Berichtigung vornehmen und Erfahrungen sammeln, aus denen wir lernen können.

Sei also neugierig und traue dich auch mal etwas Neues auszuprobieren!

 

5. Entscheidung

Im letzten Schritt können wir uns bewusst entscheiden, welchen Kritikpunkten unserer inneren Stimme wir Aufmerksamkeit schenken und welche wir bewusst von uns wegschieben möchten.

Bitte hier nicht auf den perfekten Moment warten, wir dürfen auch schnell und zwischendurch entscheiden.
Meistens macht es das lange Warten auf den richtigen Moment nicht unbedingt besser.

 

Mein Fazit:

Jeder von uns hat ab und zu Selbstzweifel – das ist ganz normal und bis zu einem gewissen Grad auch ganz wichtig.

Nur wie immer ist es so: „Die Dosis macht das Gift“

Unsere eigene kritische Stimme regt uns zum Nachdenken an, und das ist auch wunderbar!

Wenn aber häufige kritische Gedanken unser Leben bestimmen, wir uns in Folge kaum noch etwas zutrauen oder wie gelähmt sind, dann kann dies zu einem mangelnden Selbstvertrauen führen.

Das sollten wir uns zuliebe nicht zulassen.

Meine innere, sehr kritische Stimme hat sich in Bezug auf den Start meines Blogs immer wieder zu Wort gemeldet.

Was ich nun weiß?

  • Ich darf mich trauen auch mal etwas Neues auszuprobieren.
  • Ich habe viele Ideen und es tut gut, sie aufzuschreiben und mitzuteilen.
  • Ich lerne beim Schreiben dazu und erlaube mir besser zu werden.

 

Ich würde mich freuen, wenn dir der Artikel persönlich weitergeholfen oder dich inspiriert hat.

Mein „Kommunikation leben Prinzip“ zielt darauf ab, Konflikte und Missverständnisse zu reduzieren, die Kommunikation zu sich selbst und anderen zu verbessern und durch eine bewusste und wertschätzende Kommunikation wieder mehr Harmonie & Lebensfreude im Alltag zu leben.

Bei Fragen und Anregungen schreibe mir gerne an info@coaching-ludwig.com

Alles Liebe

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