#11 Ein paar Zeilen über die Angst, nicht gut genug zu sein – Was macht sie mit dir?

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In einer Welt, die oft von unrealistischen Erwartungen und von ständigen Vergleichen geprägt ist, erleben viele Menschen das quälende Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Diese Angst kann in verschiedenen Lebensphasen auftreten und sie nagt an unserem Selbstwert und unserem Selbstvertrauen – das ist ganz klar!

Doch die gute Nachricht ist:

Wir können diese Angst, nicht gut genug zu sein, überwinden oder zumindest an die Hand nehmen, damit sie uns nicht andauernd im Wege steht und uns nicht zu sehr blockiert.

Denn:

Wenn wir uns selbst akzeptieren und die Angst, nicht gut genug zu sein, kennen und bewusst mit ihr arbeiten, dann führen wir in der Regel ein leichteres und erfüllteres Leben.

In diesem Artikel beleuchte ich die Gründe für diese Angst, wie sie sich bemerkbar macht und vor allem, welche Strategien uns dabei helfen können, gut mit ihr umzugehen.

 

Die Angst, nicht gut genug zu sein, kann zu Selbstzweifeln, Unsicherheiten und Stress führen.
Daher stelle ich hier zuerst die Frage:

 

Warum haben wir überhaupt Angst, nicht gut genug zu sein?

 

Das hat oft tief verwurzelte Ursachen, die auf persönlichen Erfahrungen, unserer Erziehung, Gesellschaftsnormen und inneren Selbstbildern basieren.

 

Hier sind einige der Hauptgründe:

 

Von Kindheit an werden wir oft mit unrealistischen gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert.
Diese Erwartungen können sich auf die äußerliche Erscheinung, eine gewünschte Karriere, die perfekte Beziehung und vieles mehr beziehen und dann auch auswirken.
Wenn wir das Gefühl haben, diesen Erwartungen nicht gerecht zu werden, entsteht die Sorge, ob das, was wir sagen oder tun, wirklich gut genug ist.
Hierbei ist es erst einmal völlig unwichtig, ob wir an uns selbst zu hohe Erwartungen stellen oder ob diese von außen an uns herangetragen werden.
Aus einer starken Sorge kann Angst entstehen – natürlich mit ganz unterschiedlichen Ausprägungen

Leider – Durch den Einfluss von sozialen Medien und dem ständigen Vergleich mit anderen Menschen entsteht leicht das Gefühl der Unzulänglichkeit.

Wir neigen dazu, unser Leben mit dem vermeintlich perfekten Leben anderer zu vergleichen, was uns auch das Gefühl geben kann, nicht genug zu sein.
Wie gut wäre es, wenn wir uns „einfach“ mit uns selbst vergleichen würden?

  • Wie waren wir von einem Jahr?
  • Wo standen wir vor drei Jahren?
  • Welche Herausforderungen haben wir vor fünf Jahren gemeistert?

Das fühlt sich, so finde ich, schon gleich ganz anders an.

Ein weiterer Grund ist, dass wir eventuell ein negatives Selbstbild haben, das durch innere Kritik, Selbstzweifel und Unsicherheit geprägt ist.
Dieses negative Selbstbild verstärkt die Angst, nicht gut genug zu sein, noch zusätzlich.

In so einem Fall ist es wertvoll, gut mit der eigenen, inneren Stimme zusammenzuarbeiten. Wie wir dies tun können, habe ich in diesem Blogartikel erläutert:

https://coaching-ludwig.com/wie-du-mit-deiner-inneren-kritischen-stimme-zusammenarbeiten-kannst/

Diese kritische Stimme in deinem Kopf ist völlig normal, wir alle kennen sie.

Wenn du allerdings merkst, dass sie dich blockiert, dein Gedankenkarussell ständig in Bewegung ist und die Angst, nicht gut genug zu sein, sich immer mehr festsetzt, dann solltest du deine laute, kritische Stimme in die Schranken weisen.

 

Wie zeigt sich die Angst, nicht gut genug zu sein?

 

Sie äußert sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise, die von Person zu Person unterschiedlich sein kann.

Ich habe hier einige häufige Anzeichen zusammengetragen, aber die Aufzählung ist natürlich nicht vollständig.

 

Selbstkritik:

Menschen, die unter dieser Angst leiden, sind oft sehr selbstkritisch mit sich – und manchmal auch mit ihrem Umfeld.
Sie hinterfragen ständig ihre Fähigkeiten und Leistungen und finden schnell Fehler und Mängel – und wenn sie einmal ein Kompliment bekommen, dann können sie es nur schlecht annehmen.

Dabei würde ein lächelndes „Danke“ ausreichen.

Denn das stärkt uns und gibt uns mehr Selbstvertrauen und Sicherheit.

Und sollte etwas nicht geklappt haben oder du nicht das gewünschte Ergebnis erzielt haben, dann freue dich darüber!

Fehler sind die perfekten Lernchancen und es fühlt sich doch viel besser an, wenn du sagst “Ich kann etwas NOCH nicht” anstatt “Ich habe es schon wieder einen Fehler gemacht”.

Ich bin ehrlich – mir fällt das unglaublich schwer. Aber ich lerne immer mehr, es so zu sehen und spüre, dass mich dieser Gedanke definitiv weiterbringt, als mich für etwas zu verurteilen.

Zu diesem Punkt zählt auch die Kommunikation mit uns selbst – sprechen wir wirklich mit uns selbst so, wie wir auch mit einem Freund oder einer Freundin sprechen würden?

Ich bin gespannt, wie deine Antwort auf diese Frage aussehen wird!

 

Perfektionismus:

Die Angst, nicht gut genug zu sein, treibt viele dazu, sich selbst immer noch höhere Standards zu setzen.
Sie setzen sich selbst unrealistische Ziele und sind nie zufrieden mit dem, was sie erreicht haben.
„Better done, than perfekt“ würde hier am besten passen, aber als relativ hartnäckige Perfektionistin ist das ein Spruch, der sich auch für mich lange Zeit nicht so leicht umsetzen ließ.
Ich werde zum Glück immer besser darin, Dinge möglichst nicht mehr zu perfekt zu erledigen – aber es fällt mir manchmal doch noch sehr schwer.

Trotzdem bringt dieser Gedanke einfach eine gewisse Leichtigkeit und Gelassenheit mit sich – und er hat noch dazu eine zeitsparende Komponente.
Wenn wir nicht alles 20 x durchgehen, überprüfen und ändern, dann sind wir definitiv schneller und arbeiten effizienter.

 

Vermeidungsverhalten:

Was sehr häufig mit der Angst, nicht gut genug zu sein, auftaucht, ist die Tatsache, dass manche Menschen es in Folge demonstrativ vermeiden, sich in Situationen zu begeben, in denen sie sich unwohl oder nicht sicher fühlen.
Sie halten einen wertvollen Vortrag nicht, gehen nicht in ein bestimmtes Meeting, melden sich krank, lassen einer Kollegin oder einem Kollegen den Vortritt, usw….

Das kann dazu führen, dass sie Chancen verpassen und weiterhin in ihrer Komfortzone verharren, anstatt sich zu trauen, sich mitzuteilen.
An persönliches Wachstum, Erfahrungen sammeln und Neues entdecken, ist dann nicht zu denken.

Wie gut wäre es, wenn wir erst etwas ausprobieren und im Anschluss entscheiden würden, ob uns etwas gefällt oder nicht.
Die Wahl haben wir immer, egal zu welchem Zeitpunkt.

 

Was macht es mit uns, wenn wir das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein?

 

Die Auswirkungen der Angst, nicht gut genug zu sein, sind vielfältig und können sowohl auf psychischer als auch auf physischer Ebene spürbar sein:

Die ständige Selbstkritik und der Druck, perfekt zu sein, führen oft zu Stress und Angstzuständen, die wiederum auch zu gesundheitlichen Problemen führen können.

Betroffene zweifeln schnell an ihren eigenen Fähigkeiten und können sich oft selbst nicht richtig einschätzen, was auch wiederum zu großer Unsicherheit führt.

Außerdem kann die Angst, nicht gut genug zu sein, zu Beziehungskonflikten führen, da wir in einer Beziehung nur sehr schlecht ein Gleichgewicht herstellen können, wenn das Vertrauen in uns selbst nicht wirklich vorhanden ist.

Hier gilt es, genau hinzuschauen und sich immer wieder bewusst zu werden, was sich gerade in unserem Kopf abspielt.

  • Welches Gefühl ist gerade da?
  • Was macht es mit uns?
  • Woher kommt es?
  • Wie wollen wir mit ihm umgehen?

 

Was kann dir helfen, die Angst, nicht gut genug zu sein, hinter dir zu lassen?

 

Es ist möglich, die Angst zu überwinden und damit ein sorgenfreieres Leben zu führen.
Hier sind drei Tipps, die ich gerne mit dir teilen möchte:

 

  1. Selbstreflexion:

Nimm dir Zeit, um deine Gedanken und Gefühle zu beobachten und zu reflektieren. Frage dich, woher diese Ängste kommen und welche negativen Überzeugungen du über dich selbst hast.

Bewusstsein ist der erste Schritt zur Veränderung.

  1. Selbstmitgefühl:

Lerne, dir selbst mit denselben liebevollen und unterstützenden Worten zu begegnen, die du einer Freundin oder einem Freund entgegenbringen würdest. Selbstmitgefühl hilft dir auch dabei, den „inneren Kritiker“ zum Schweigen zu bringen.

  1. Unterstützung:

In ausgeprägten Fällen kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung von Therapeuten oder Coaches in Anspruch zu nehmen. Sie können dir helfen, die Wurzeln deiner Angst zu verstehen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. In Situationen, die wir selbst nicht alleine analysieren und verändern können, kann dies eine sinnvolle Hilfe sein.

Abschließend möchte ich dich daran erinnern: Du bist gut genug, genauso wie du bist!

Die Reise zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstwert beginnt in deinem Inneren.

Wenn du anfängst, deiner eigenen Stärke und deiner Einzigartigkeit zu vertrauen, dann wirst du bald sehen, dass Authentizität so viel mehr wert ist, als die Illusion, immer alles perfekt und gut erledigen zu „müssen“.
Auch die Unsicherheit, wie andere Menschen auf dein Verhalten oder deine Aussage reagieren werden, kannst du minimieren, wenn du dich auf den Weg machst zu analysieren, woher sie kommt.

 

Alles Liebe

 

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